AUF EINEN BLICK:

Allgemein

Betrifft jeden, der mit dem Kran, am Kran oder in der Nähe arbeitet

Zuerst

Dieses Produkthandbuch benutzen

Folgende Symbole werden in diesem Produkthandbuch verwendet:

  1. Dies ist eine Handlungsanweisung und fordert zu einem Arbeitsschritt auf.
  • Dies ist das Ergebnis einer Handlung und schildert, was am Gerät passiert.
  • Dies ist eine Aufzählung.
Nur bei…

Ein gestrichelt eingerahmter Abschnitt gilt nur für bestimmte Bauarten, Varianten oder Optionen. Die Bedingung, unter der der Abschnitt gültig ist, ist zu Beginn in der Überschrift „Nur bei…“ angegeben.

Hinweise zum Produkthandbuch

Lesen Sie vor der Arbeit das Produkthandbuch sorgfältig durch. Beachten Sie in jedem Fall auch weitere Produkthandbücher für Zubehör und Komponenten.

Das Produkthandbuch danach in der Nähe des Krans aufbewahren. Es muss für jeden zugänglich sein, der mit dem oder am Kran arbeitet.

Das Produkthandbuch bei Verkauf, Vermietung o.ä. immer zusammen mit dem Kran weitergeben.

Bestimmungsgemäßer Gebrauch

Der Säulenschwenkkran VS ist zum kreisförmigen Bewegen von Lasten innerhalb des Schwenkbereiches um die Säule des Krans vorgesehen.

  • Der Schwenkkran ist dazu mit einer geeigneten Säulenbefestigung auf einem Fundament, auf einem Hallenboden oder auf einer Hallendecke verankert.
  • Der kreisförmige Schwenkbereich des Krans muss, falls nötig, (z. B. bei Hindernissen) elektrisch und/oder mechanisch begrenzt werden.
  • Für jeden Schwenkkran muss eine individuelle Berechnung durchgeführt worden sein, die von ABUS erstellt wurde. Die Vorgaben auf der von ABUKonfis erstellten Kranzeichnung müssen bei der Montage genau eingehalten werden. Bei Änderungen am Schwenkkran muss diese Berechnung neu durchgeführt werden.

Vorschriften

Die Anlage ist zum Zeitpunkt der Herstellung nach europäischen Normen, Regeln und Vorschriften gebaut und geprüft. Welche Grundsätze bei der Konstruktion und beim Bau zugrunde gelegt wurden, ist in der Konformitätserklärung bzw. der Einbauerklärung angegeben. Die Grundsätze müssen auch beim Montieren, Betreiben, Prüfen und Instandhalten eingehalten werden, ebenso die gültigen Arbeitssicherheitsbestimmungen.

Welche der Vorschriften im jeweiligen Einzelfall gilt, hängt stark vom Einsatz des Krans und von landesspezifischen Vorschriften ab. Die gültigen und aktuellen Vorschriften und Arbeitssicherheitsbestimmungen prüfen und einhalten! Siehe auch Konformitätserklärung bzw. Einbauerklärung.

Gewährleistung

  • ABUS übernimmt keine Haftung für Schäden, die verursacht wurden durch nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch, von nicht ausreichend ausgebildetem Personal, durch nicht sachgerecht durchgeführte Arbeiten, durch Veränderungen, Umbauten oder sonstige Änderungen am Kran oder an Komponenten des Krans, die nicht durch ABUS gestattet wurden.
  • Der Anspruch auf Gewährleistung verfällt, wenn Bauteile in eigener Verantwortung geändert werden, der Kran oder Komponenten des Krans anders als in diesem Produkthandbuch beschrieben montiert, verwendet oder gewartet werden oder keine Original ABUS-Ersatzteile genutzt werden.
  • Sicherer Betrieb des Krans oder von Komponenten des Krans ist nur gewährleistet, wenn Original ABUS-Ersatzteile verwendet werden.

Der Schwenkkran

Gerätebeschreibung

Gerätebeschreibung
  • 1: Katzstromzuführung
  • 2: Verfahrbare Steuerung
  • 3: Laufschienenverband
  • 4: Ausleger
  • 5: Klemmpuffer
  • 6: Katzfahrwerk
  • 7: Hubwerk
  • 8: Lasthaken
  • 9: Hängetaster
  • 10: Säulenfuß
  • 11: Säule
  • 12: Schwenkantrieb
  • 13: Schwenkwerk
  • 14: Auslegerkonsole

Leistungsmerkmale

Der Säulenschwenkkran VS:

  • Die Säule des Krans ist auf dem Fundament, dem Hallenboden oder auf einer Hallendecke fest verankert.
  • Der Säulenschwenkkran hat einen Ausleger aus einem vollwandigen I-Träger.
  • Der Ausleger (I-Träger und Auslegerkonsole) ist mit einer Dreipunkt-Lagerung an der Säule gelagert: Im Säulenkopf mit einem Pendelrollenlager als Schwenklager und am unteren Ende der Auslegerkonsole mit zwei Druckrollen am Druckring.
  • Durch den umlaufenden Druckring und den Schleifringkörper für den elektrischen Anschluss kann der Ausleger endlos um die Säule gedreht werden.
  • Der Säulenschwenkkran hat einen Kettenzug oder einen Seilzug als Hubwerk (Variante).
  • Die Katzstromzuführung ist als Schleppleitung ausgeführt.
  • Der Säulenschwenkkran wird mit einem Hängetaster gesteuert. Der Hängetaster ist am Hubwerk angeschlossen und verfährt dadurch immer mit dem Hubwerk.
  • Der Säulenschwenkkran kann mit einer verfahrbaren Steuerung ausgerüstet werden (Option). Der Hängetaster kann damit unabhängig vom Hubwerk am Ausleger entlang verfahren werden.
  • Der Säulenschwenkkran kann mit einer Funksteuerung ausgerüstet werden (Option).
  • Der Säulenschwenkkran mit Kettenzug kann mit einem Katzfahrantrieb ausgerüstet werden (Option). Dadurch können auch schwerere Lasten sicher bewegt werden.
  • Der Säulenschwenkkran kann mit einem Schwenkantrieb ausgerüstet werden (Option). Dadurch können auch schwerere Lasten sicher bewegt werden. Der Schwenkantrieb ist mit einer nachstellbaren Rutschkupplung ausgestattet. Sie ist werkseitig eingestellt. Sie schützt den Schwenkantrieb vor mechanischer Überlastung.
  • Der Säulenschwenkkran kann mit Schwenkanschlägen ausgestattet werden. Dadurch kann der Schwenkbereich begrenzt werden, um z. B. nicht gegen ein Hindernis zu prallen.
  • Bei Schwenkantrieb: Der Säulenschwenkkran muss mechanisch begrenzt werden und kann zusätzlich mit einer elektrischen Schwenkabschaltung ausgestattet werden. Dadurch kann der Schwenkbereich begrenzt werden, um z. B. einen Zusammenstoß mit einem Hindernis zu verhindern.
  • Der Säulenschwenkkran kann mit einer Einstellbremse ausgestattet werden. Dadurch kann der Ausleger im Stillstand in der gewünschten Position fixiert werden, z. B. um eine Last exakt zu positionieren.

Die Säulenbefestigung:

  • Der Säulenschwenkkran kann mit Ankerstangen auf einem speziell dafür angefertigten Fundament befestigt werden. Die Ankerstangen werden dazu als Standardankerbefestigung in das Fundament eingegossen.
  • Der Säulenschwenkkran kann mit Idealankern im Fundament einer Halle befestigt werden. Die Idealankerstangen werden dazu als Idealankerbefestigung ins Fundament eingegossen. Die Idealanker können genau an der Oberkante des Fundaments verschlossen werden und bilden so keine Stolperstellen, wodurch der Kran auch nachträglich montiert werden kann.
  • Der Säulenschwenkkran kann mit einer Dübelplatte auf den Hallenboden bzw. auf die Hallendecke gedübelt werden (bis Baugröße 457).
  • Der Säulenschwenkkran kann mit einer Zwischenplatte auf einem Hallenboden verankert werden (bis Baugröße 558).
  • Der Säulenschwenkkran kann mit einer Zwischenplatte auf einer Hallendecke verankert werden (bis Baugröße 558).

Technische Daten

Technische Daten des Krans, elektrische Daten der Antriebe, statische Auslegungen usw.: Siehe Prüfbuch des Krans.

Elektrischer Anschluss:

Schwenkkran VS 273, 323, 355, 406, 457, 558, 660 mit Schwenkgetriebe SWG 50, 65, 80

Betriebsspannung

360 – 400 V

208 – 230 V

220 – 240 V

Netzfrequenz

60 Hz

60 Hz

50 Hz

Schaltung

Stern

Dreieck

Dreieck

Einschaltdauer

30 %

30 %

30 %

Schalthäufigkeit

240 c/h

240 c/h

240 c/h

Nennleistung

0,13 / 0,5 kW

0,13 / 0,5 kW

0,11 / 0,45 kW

Anlaufstrom

2,2 / 6,9 A

3,7 / 11,9 A

2,9 / 9,4 A

Nennstrom

1,2 / 1,4 A

2,1 / 2,4 A

1,9 / 2,1 A

cos phi

0,55 / 0,77

0,55 / 0,77

0,6 / 0,8

Schwenkkran VS 273, 323, 355, 406, 457, 558, 660 mit
Schwenkgetriebe SWG 50, 65, 80

Betriebs­spannung

380 – 415 V

440 – 480 V

460 – 500 V

550 – 600 V

Netz-frequenz

50 / 60 Hz

50 / 60 Hz

Schaltung

Stern

Stern

Einschalt­dauer

30 %

30 %

Schalt­häufigkeit

240 c/h

240 c/h

Nenn­leistung

0,11 / 0,45 kW

0,13 / 0,5 kW

0,11 / 0,45 kW

0,13 / 0,5 kW

Anlaufstrom

1,7 / 5,4 A

1,7 / 5,4 A

1,5 / 4,5 A

1,5 / 4,5 A

Nennstrom

1,1 / 1,2 A

1,1 / 1,2 A

0,9 / 1,0 A

0,9 / 1,0 A

cos phi

0,6 / 0,8

0,55 / 0,77

0,6 / 0,8

0,55 / 0,77

Schwenkkran VS 762 mit
Schwenkgetriebe SWG 100

Betriebsspannung

360 – 400 V

208 – 230 V

220 – 240 V

Netzfrequenz

60 Hz

60 Hz

50 Hz

Schaltung

Stern

Dreieck

Dreieck

Einschaltdauer

30 %

30 %

30 %

Schalthäufigkeit

240 c/h

240 c/h

240 c/h

Nennleistung

0,28 / 1,15 kW

0,28 / 1,15 kW

0,25 / 1,0 kW

Anlaufstrom

3,8 / 17,1 A

6,6 / 29,5 A

5,6 / 25,2 A

Nennstrom

2,0 / 3,1 A

3,5 / 5,4 A

2,9 / 4,8 A

cos phi

0,49 / 0,65

0,49 / 0,65

0,53 / 0,7

Schwenkkran VS 762 mit Schwenkgetriebe SWG 100

Betriebs­spannung

380 – 415 V

440 – 480 V

460 – 500 V

550 – 600 V

Netz­frequenz

50 / 60 Hz

50 / 60 Hz

Schaltung

Stern

Stern

Einschalt­dauer

30 %

30 %

Schalt­häufigkeit

240 c/h

240 c/h

Nenn­leistung

0,25 / 1,0 kW

0,28 / 1,15 kW

0,25 / 1,0 kW

0,28 / 1,15 kW

Anlaufstrom

3,2 / 14,6 A

3,2 / 14,6 A

2,7 / 12,0 A

2,7 / 12,0 A

Nennstrom

1,7 / 2,8 A

1,7 / 2,8 A

1,4 / 2,3 A

1,4 / 2,3 A

cos phi

0,53 / 0,7

0,49 / 0,65

0,53 / 0,7

0,49 / 0,65

Geräuschemission:

  • Geräuschemission des Hubwerks: Siehe Produkthandbuch Kettenzug oder Seilzug.
  • Geräuschemission des Katzfahrantriebs: Siehe Produkthandbuch Fahrwerk.
  • Geräuschemission des Schwenkantriebs: Schalldruckpegel LP, m dB(A) in 1 m Abstand: 70 dB(A)

Geräuschemissionen in Anlehnung an DIN 45635, Teil 61 nach dem Substitutionsverfahren mit einer Schallleistungsquelle.

Schwenkkran auf einem LKW transportieren

Unter anderem folgende Punkte beachten:

  1. Ladung entsprechend der örtlichen Vorschriften sichern.
  2. Geeignete Holzklötze auf die Ladefläche unter die Säule und den Ausleger legen.
  3. Säule gegen Wegrollen sichern, z. B. mit ausreichend großen Keilen.
  4. Säule und Ausleger mit geeigneten Anschlagmitteln an der Ladefläche sichern.
  5. Einzelne Komponenten wie Hubwerk, Kisten mit Zubehör usw. ebenfalls mit geeigneten Anschlagmitteln an der Ladefläche sichern.
  6. Alle losen Teile und Leitungen sichern.
  7. Wurden die Säule und der Ausleger bereits ausgepackt: Säule und Ausleger mit Folie abdecken und mit Klebeband abkleben.

Ab Werk sind Säule und Ausleger in Schrumpffolie verpackt.

Schwenkkran auf- und abladen

Unter anderem folgende Punkte beachten:

Schwerpunkt-Zeichen
  1. Beim Auf- und Abladen das Schwerpunkt-Zeichen auf der Folie beachten.
  2. Geeignete Anschlagmittel um die einzelnen Bauteile legen.

Säule und Ausleger absetzen

  1. Säule und Ausleger auf Holzklötze absetzen.
  2. Säule gegen Wegrollen sichern, z. B. mit ausreichend großen Keilen.

Schwenkkran lagern

Wird der Kran nicht sofort montiert:

Folie

  1. In Folie eingeschweißte Bauteile (z. B. Säule und Ausleger) auspacken. Sonst sammelt sich Kondenswasser in der Folie.

Durch Kondenswasser kann es zu Korrosionen an Stahlteilen kommen.

  1. Ausgepackte Bauteile bis zur Montage trocken lagern.

Schwenkkran entsorgen

Wenn der Schwenkkran entsorgt werden soll:

  1. Den Schwenkkran so weit wie möglich zerlegen.
  2. Örtliche Vorgaben zur Entsorgung und Wiederverwertung beachten.
  3. Die Einzelteile nach Materialien getrennt umweltverträglich entsorgen:
  • Säule, Ausleger, Laufschienenverband, Schwenkwerk und Schwenkantrieb als Metallschrott entsorgen.
  • Leitungswagen und Steuerwagen zur Wiederverwertung geben.
  • Klemmpuffer als Kunststoffabfall zur Wiederverwertung geben.
  • Leitungen, Netzanschlussschalter, Schleifringkörper, Steckverbindungen, usw. zur Wiederverwertung geben.
  • Elektronik-Bauteile als Elektronik-Schrott entsorgen.
  • Schmierstoffe aus dem Schwenkgetriebe und dem Schwenkwerk als Schmierstoff entsorgen.
Dieses Produkt bzw. Elektrogerät darf am Ende seiner Lebensdauer nicht im Hausmüll entsorgt werden.

Montieren und anschließen

Betrifft jeden, der am Kran arbeitet, bevor er genutzt wird

Der Betreiber des Krans ist für die Auswahl und die richtige Qualifikation des Inbetriebnahme-Personals verantwortlich.

Beispiele für befähigte Personen:

  • Personen mit umfassender Kenntnis durch fachliche Ausbildung im Maschinenbau und in der Elektrik von Kranen.
  • Personen mit ausreichender Erfahrung in Betrieb, Montage und Wartung von Kranen.
  • Personen mit umfassender Kenntnis von entsprechenden Regeln der Technik, Richtlinien und Sicherheitsvorschriften, die im jeweiligen Land gelten.
  • Personen mit regelmäßiger Schulung durch ABUS.

ABUS übernimmt keine Haftung für Schäden durch nicht sachgemäße und von nicht qualifizierten Personen durchgeführte Inbetriebnahmen.

ABUS empfiehlt, die Inbetriebnahme von ABUS-Montageteams ausführen zu lassen.

Voraussetzungen prüfen

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit der Schwenkkran montiert werden kann:

Voraussetzungen durch eine technische Vorklärung prüfen

Die Voraussetzungen zur Montage des Schwenkkrans können durch ABUS mit einer technischen Vorklärung geprüft werden.

  • Die technische Vorklärung wird in der Regel durchgeführt, wenn die Montage des Schwenkkrans durch ABUS erfolgt.
  • Die technische Vorklärung kann gegen Berechnung auch durch ABUS durchgeführt werden, wenn der Schwenkkran selbstständig oder durch andere Montagefirmen durchgeführt wird.
  • Die folgenden Voraussetzungen müssen vor der Montage selbstständig geprüft und dokumentiert werden.

Untergrund für Säulenbefestigung prüfen

  • Die Voraussetzungen für die Montage der Säulenbefestigung (Ankerstangen, Idealanker, Dübelplatte, Zwischenplatte auf Hallenboden, Zwischenplatte auf Hallendecke) müssen erfüllt werden.

Siehe Produkthandbuch der Säulenbefestigung.

Planungsunterlagen prüfen

  • Alle Planungsunterlagen für den Schwenkkran müssen vorliegen.

Diese Planungsunterlagen werden durch ABUS individuell für jeden einzelnen Schwenkkran (oder für den Umbau eines bestehenden Schwenkkrans) erstellt und berechnet.

  • Die Planungsunterlagen, vor allem die Kranzeichnung, müssen in jedem Fall genau eingehalten werden.

Sofern das durch ABUS vorgeschlagene Fundament übernommen wird, muss auch der Bewehrungsplan, der durch ABUS erstellt wurde, ausgeführt werden.

Die Planung des Fundaments mit dem Bewehrungsplan kann aber auch bauseits erstellt werden.

Montageübersicht

Die folgenden Abschnitte schildern die Montage des Säulenschwenkkrans:

  • Zuerst wird die Säulenbefestigung hergestellt und die Säule aufgestellt. Es gibt unterschiedliche Arten, wie der Schwenkkran auf dem Boden befestigt werden kann. Die Säulenbefestigung ist in einem eigenen Produkthandbuch beschrieben.
  • Danach wird das Schwenklager am Säulenkopf eingeschlagen und die Stromzuführung vorbereitet. Siehe „Säule vorbereiten“.
  • Anschließend wird der Netzanschlussschalter in die Säule eingebaut oder eine Schutzleiterverbindung zum Netzanschlussschalter an der Wand hergestellt. Siehe „Netzanschlussschalter anschließen“.
  • Dann wird der Ausleger für die weitere Montage am Boden vorbereitet und gesichert. Siehe „Ausleger vorbereiten“.
  • Am Boden werden zunächst die Katzstromzuführung und die verfahrbare Steuerung am Ausleger montiert. Siehe „Katzstromzuführung und verfahrbare Steuerung montieren“.

Säulenbefestigung herstellen

Durch die Säulenbefestigung wird der Schwenkkran auf dem Untergrund verankert und die Belastung aus Eigengewicht und angehängter Last an den Untergrund weitergeleitet.

Wie die Säulenbefestigung hergestellt wird, unterscheidet sich nach der Art der Säulenbefestigung.

  1. Im Produkthandbuch der Säulenbefestigung fortfahren.
  2. Danach in diesem Produkthandbuch an dieser Stelle fortfahren.

Säule vorbereiten

Hinweis:

Das Schwenklager kann sowohl vor als auch nach dem Aufstellen der Säule eingeschlagen werden.

Nachdem die Säulenbefestigung hergestellt und die Säule aufgestellt wurde:

Schwenklager einschlagen

Die Bilder zeigen das Einschlagen des Schwenklagers an einer Säule mit zylindrischem Säulenkopf. Das Einschlagen bei einem konischen Säulenkopf unterscheidet sich nicht davon.

Größerer Durchmesser

Kleinerer Durchmesser
  1. Oberen Teil der Verpackung der Säule öffnen.
  2. Falls nötig: Farbreste im Lagersitz entfernen.
  3. Schwenklager so in den Lagersitz setzen, dass der größere Durchmesser des konischen Innenrings nach oben (später zum Ausleger hin) zeigt.
SäuleSchwenklager
  1. Das Schwenklager schmieren: Mitgeliefertes Fett (80 ml) vollständig in das Schwenklager geben.

Schmierstoff-Empfehlung: Mehrzweckfett ABUS-AN 101336.

  1. Schwenklager mit einem Kantholz gleichmäßig und gerade einschlagen.

Dichtring anbringen

Dichtring

  1. Dichtring außen auf den Lagersitz drücken.

Stromzuführung im Säulenkopf vorbereiten

Zunächst wird die Stromzuführung im Säulenkopf (vom Netzanschlussschalter zum Schleifringkörper) vorbereitet.

AderendhülsenHalterung

LeitungKabelverschraubung
  1. Halterung und Kabelverschraubung auf die Leitung schieben.
  2. Aderendhülsen an der Leitung anbringen.
  3. Leitung durch das Handloch in die Säule schieben.
  4. Leitung nach unten führen.
KopfplatteHalterung
  1. Halterung in die Säule bringen.
  2. Die Schraube der Halterung von innen durch die Kopfplatte der Säule stecken.
  3. Halterung von außen festschrauben.
  4. Das freie Leitungsende durch das Handloch außen hängen lassen.

Hier wird später der Schleifringkörper angeschlossen.

Netzanschlussschalter anschließen

Nur bei Säulenschwenkkran mit Netzanschlussschalter in der Säule

Dieser Abschnitt gilt nur, wenn der Schwenkkran eine Bohrung für einen Netzanschlussschalter in der Säule hat.

Hinweis:

Beim Säulenschwenkkran mit Netzanschlussschalter wird ein Netzanschlussschalter in die Säule eingebaut. Mit dem Netzanschlussschalter kann später der gesamte Kran stromlos geschaltet werden.

Netzanschlussschalter montieren

Zylinderschraube M5x20Schutzleiter

Netzzuleitung vom Säulenfuß und Leitung zum SchleifringkörperDichtung
  1. Dichtung auf Netzanschlussschalter stecken.
  2. Schutzleiter mit Zylinderschraube M5x20 und Sechskantmutter von innen an der Säule festschrauben. 5 Nm.
  3. Netzzuleitung an den Netzanschlussschalter anschließen. Siehe Schaltplan.
  4. Leitung vom Säulenkopf an den Netzanschlussschalter anschließen. Siehe Schaltplan.
  5. Leitungen mit Kabelschellen am Netzanschlussschalter festschrauben.
  6. Netzanschlussschalter in die Säule stecken und von außen mit Schrauben festklemmen.
Nur bei Säulenschwenkkran mit netzanschlussschalter an der wand

Dieser Abschnitt gilt nur, wenn der Schwenkkran keine Bohrung für einen Netzanschlussschalter in der Säule (z. B. bei einer kurzen Säule) hat und der Netzanschlussschalter an der Wand angebracht wird.

Hinweis:

Beim Säulenschwenkkran mit kurzer Säule wird kein Netzanschlussschalter in der Säule eingebaut. Dieser muss in der eigenen Elektroinstallation als Wandschalter in der Nähe des Schwenkkrans angebracht werden. Zusätzlich benötigt diese Variante eine Schutzleiterverbindung, die an der Säule neben dem Handloch angeschlossen wird.

Schutzleiterverbindung montieren

Handloch

Bohrung Ø 5,5 mm
  1. Schwenkkran gemäß Schaltplan an die Netzzuleitung anschließen.
  2. Bohrung Ø 5,5 mm etwa 90 mm von der Mitte des Handlochs in die Säule einbringen.
  3. Ringkabelschuh M5 auf den Schutzleiter der Zuleitung crimpen.

SchutzleiterSchleifringkörper

Schutzleiterverbindung
  1. Schutzleiter mit Ringkabelschuh und Schutzleiterverbindung mit Schraube M5x30 an der Säule festschrauben. 5 Nm.
  2. Anderes Ende der Schutzleiterverbindung mit Flachstecker am Schleifringkörper befestigen.
  3. Aufkleber „Schutzleiter“ neben der Bohrung anbringen.

Ausleger vorbereiten

Jetzt werden in den folgenden Abschnitten alle Komponenten am Ausleger montiert (Katze, Katzstromzuführung, Schwenkwerk, …).

  1. Stabile Unterlage bereitstellen (z. B. Gitterbox, Böcke, Gestell), die dem Gewicht des Auslegers standhält.
  2. Ausleger mit dem unteren Flansch auf der Unterlage absetzen.
  3. Ausleger mit Spanngurten gegen Umkippen und Herunterfallen sichern.

Tragfähigkeitsschild aufkleben

Tragfähigkeitsschild

  1. Tragfähigkeitsschild (2x) von beiden Seiten mittig auf den Ausleger kleben.

Katzstromzuführung und verfahrbare Steuerung montieren

Jetzt werden die Katzstromzuführung und die verfahrbare Steuerung (Option) am Ausleger montiert.

In welche Richtung die Katzstromzuführung (links oder rechts am Ausleger) montiert wird, ist in den Planungsunterlagen angegeben.

Die Bilder zeigen die Montage von Katzstromzuführung und verfahrbarer Steuerung auf derselben Seite. Die Montage von Katzstromzuführung und verfahrbarer Steuerung auf gegenüberliegenden Seiten unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

Befestigungskonsolen montieren

Vordere Befestigungskonsole im Abstand von 200 mm von der AuslegerspitzeHintere Befestigungskonsole mittig über Auslegerkonsole

Übrige Befestigungskonsolen gleichmäßig verteilt
  1. Die erste und letzte Befestigungskonsole auf dem Ausleger in Position bringen:
  • An der Auslegerspitze: Die vordere Befestigungskonsole 200 mm von der Auslegerspitze entfernt in Position bringen.
  • Am Auslegeranfang: Die hintere Befestigungskonsole etwa mittig über der Auslegerkonsole in Position bringen.
  1. Alle weiteren Befestigungskonsolen gleichmäßig dazwischen in Position bringen.

Maximaler Abstand zwischen zwei Befestigungskonsolen: 1700 mm.

Nur bei Hängetaster an der Katze

Befestigungskonsole

SpannpratzenSchienenhalter
  1. Befestigungskonsole mit Spannpratzen (2x) links und rechts auf dem Ausleger festschrauben. 23 Nm.
  2. Schienenhalter (1x) in die Befestigungskonsole einschieben.
Nur bei verfahrbarer Steuerung

Die Bilder zeigen die Montage von Katzstromzuführung und verfahrbarer Steuerung auf derselben Seite. Die Montage von Katzstromzuführung und verfahrbarer Steuerung auf gegenüberliegenden Seiten unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

Befestigungskonsole

SpannpratzeSchienenhalter
  1. Befestigungskonsole mit Spannpratzen (2x) links und rechts auf dem Ausleger festschrauben. 23 Nm.
  2. Schienenhalter (2x) in die Befestigungskonsole einschieben.

Abstand zwischen zwei Schienenhaltern: 120 mm bis 150 mm.

Laufschienen montieren

Laufschienen
  1. Laufschienen für Katzstromzuführung in die Schienenhalter einschieben.

Die Laufschienen laufen parallel zum Ausleger. Vor der ersten Befestigungskonsole und hinter der letzten Befestigungskonsole dürfen die Laufschienen etwas überstehen.

  1. Nur bei verfahrbarer Steuerung: Zusätzlich die Laufschienen für die verfahrbare Steuerung parallel dazu einschieben.
  2. Alle Schienenhalter festschrauben. 23 Nm.

Zwei Laufschienen miteinander verbinden:

LaufschieneLaufschiene

Schienenverbinder
  1. Schienenverbinder auf die Laufschiene schieben.
  2. Zweite Laufschiene in den Schienenverbinder stecken.
  3. Sechskantschrauben M6x12 an allen drei Seiten so festschrauben, dass kein Versatz im Inneren der Laufschienen vorhanden ist.

Je geringer der Versatz der Laufschienen ist, desto besser ist das Fahrverhalten der Katzstromzuführung oder der verfahrbaren Steuerung.

  1. Sechskantmuttern M6 festschrauben. 4 Nm.

Endanschlag montieren

An der Auslegerspitze:

LaufschieneEndanschlag

  1. Endanschlag in die Laufschiene der Katzstromzuführung schieben.
  2. Endanschlag mit Sechskantschraube M8x20 festschrauben. 23 Nm.
  3. Nur bei verfahrbarer Steuerung: Zusätzlich den Endanschlag in die Laufschiene der verfahrbaren Steuerung schieben und festschrauben.

Schleppleitung für die Katzstromzuführung in die Laufschiene einschieben

Nur bei verfahrbarer Steuerung

In welche der Laufschienen die Katzstromzuführung und in welche die verfahrbare Steuerung eingeschoben wird, ist in den Planungsunterlagen angegeben.

Am Auslegeranfang:

Leitungswagen mit KunststoffrollenLeitungswagen mit Metallrollen

  1. Als erstes den Leitungswagen mit Metallrollen in die Laufschiene schieben.
  2. Anschließend die Leitungswagen mit Kunststoffrollen in der richtigen Reihenfolge in die Laufschiene schieben.

Endklemme

  1. Zuletzt die Endklemme in die Laufschiene schieben.
  2. Endklemme so weit schieben, dass bis zum Ende der Laufschiene noch etwa 50 mm Abstand bleiben.
  3. Endklemme festschrauben. 23 Nm.
Nur bei verfahrbarer Steuerung

Schleppleitung für die verfahrbare Steuerung einschieben

Am Auslegeranfang:

Leitungswagen

Steuerwagen
  1. Vom Auslegeranfang aus: Als erstes den Steuerwagen in die Laufschiene schieben.
  2. Anschließend die Leitungswagen in der richtigen Reihenfolge in die Laufschiene schieben.

Endklemme der verfahrbaren SteuerungEndklemme der Katzstromzuführung

  1. Zuletzt die Endklemmen (2x) in die Laufschiene schieben.
  2. Endklemmen so weit schieben, dass bis zum Ende der Laufschiene noch etwa 50 mm Abstand bleiben.
  3. Endklemme festschrauben. 23 Nm.

Stationäre Steuerung montieren

Nur bei stationärer Steuerung

Dieser Abschnitt gilt nur bei einer stationären Steuerung. Dies ist vor allem der Fall, wenn der Kran mit einer Funksteuerung gesteuert wird und ein Hängetaster als Ersatzsteuerung genutzt wird.

Die stationäre Steuerung wird an einem kurzen Stück einer Laufschiene neben der Kransteuerung montiert. Bei Bedarf kann die Montage der stationären Steuerung an die Gegebenheiten in der Halle angepasst werden.

Befestigungskonsole

SpannpratzeSchienenhalter
  1. Befestigungskonsole (2x) mit Spannpratzen (4x) links und rechts auf dem Ausleger festschrauben. 23 Nm.
  2. Schienenhalter (2x) in die Befestigungskonsole (2x) einschieben.

LaufschieneSteckdose mit Sockelblech

  1. Laufschiene so kürzen, dass sie etwa so lang ist wie das Sockelblech mit Steckdose.
  2. Laufschienen in die Schienenhalter einschieben.
  3. Alle Schienenhalter anschrauben. 23 Nm.
  4. Sockelblech mit Steckdose in die Laufschiene schieben.
  5. Sockelblech handfest festschrauben.

Steckdose montieren

Je nach Ausführung des Krans wird jetzt eine Steckdose montiert oder eine der Varianten in den folgenden Abschnitten.

Nur bei Steuerung ohne Gehäuse und Hängetaster an der Katze

Dieser Abschnitt gilt nur, wenn der Schwenkkran kein Gehäuse für die Steuerung hat und der Hängetaster an der Katze eingesteckt wird.

Steckdose an Laufschienenverband montieren

RippschraubenSteckdose mit Sockelblech

  1. Sockelblech mit Steckdose in Laufschiene schieben.
  2. Sockelblech mit Rippschrauben M8x16 (2x) festschrauben. 23 Nm.

SteckdoseBajonettstecker Katzstromzuführung

  1. Bajonettstecker der Katzstromzuführung in Steckdose am Laufschienenverband stecken.

Elektro-Gehäuse montieren

Je nach Ausführung des Krans wird jetzt ein Elektro-Gehäuse montiert oder eine der Varianten in den folgenden oder vorherigen Abschnitten.

Nur bei Steuerung im Elektro-Gehäuse

Dieser Abschnitt gilt nur, wenn die Steuerung des Schwenkkrans in einem Elektro-Gehäuse untergebracht ist.

Elektro-Gehäuse montieren

Die Bilder zeigen die Montage eines nach unten hängenden Elektro-Gehäuses auf der Seite der Katzstromzuführung. Die Montage eines nach obenstehenden Elektro-Gehäuses oder eines auf der anderen Seite hängenden Elektro-Gehäuses unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

Senkrechtes Quadratrohr

Elektro-GehäuseWaagerechtes Quadratrohr
  1. Waagerechtes Quadratrohr auf den Ausleger legen und so schieben, dass die Leitungswagen der Katzstromzuführung nicht gegen das Elektro-Gehäuse stoßen.
  2. Waagerechtes Quadratrohr mit Spannpratzen festschrauben. 23 Nm.
  3. Elektro-Gehäuse mit Gewindebügel an senkrechtes Quadratrohr schrauben.
  4. Senkrechtes Quadratrohr mit Rohrschelle auf waagerechtes Quadratrohr schieben.
  5. Rohrschelle festschrauben. 23 Nm.

Leitungen in Elektro-Gehäuse führen

Die Bilder zeigen das Elektro-Gehäuse bei einer Direktsteuerung. Das Einführen der Leitungen bei einer Elektronik-Steuerung unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

Kabeldurchführung

LeitungsendenAnschlussleitung
  1. Leitung durch Kabeldurchführung schieben.
  2. Kabeldurchführung in Elektro-Gehäuse einschieben.

Leitungen anschließen

  1. Leitungen im Elektro-Gehäuse anschließen. Siehe Schaltplan.

Elektro-Gehäuse schließen

Gehäusedeckel
  1. Gehäusedeckel auf das Unterteil des Elektro-Gehäuses stecken.
  2. Gehäusedeckel andrücken, bis er oben und unten einrastet.

Schützkasten montieren und anschließen

Je nach Ausführung des Krans wird jetzt ein Schützkasten montiert oder eine der Varianten in den folgenden oder vorherigen Abschnitten.

Nur bei Steuerung im Schützkasten

Dieser Abschnitt gilt nur, wenn die Steuerung des Schwenkkrans in einem Schützkasten untergebracht ist.

Konsole montieren

  • Der Schützkasten wird normalerweise so montiert, dass er auf derselben Seite wie die Katzstromzuführung liegt und dabei nach außen zeigt und nach unten hängt.
  • Bei Bedarf kann der Schützkasten auch auf der gegenüberliegenden Seite montiert werden.
  • Bei Bedarf kann der Schützkasten auch nach obenstehend montiert werden. Alternativ kann der Schützkasten auch nach obenstehend und nach innen zeigend montiert werden.

Die Bilder zeigen die Montage eines nach unten hängenden Schützkastens auf der Seite der Katzstromzuführung. Die Montage eines nach obenstehenden Schützkastens oder eines auf der anderen Seite hängenden Schützkastens unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

QuadratrohrSpannpratzen

KonsoleRohrschelle
  1. Rohrschellen (2x) lose auf die Konsole stecken.
  2. Quadratrohr (2x) in die Rohrschellen stecken. Rippmuttern an den Rohrschellen festschrauben. 23 Nm.
  3. Spannpratzen (4x) lose auf die Quadratrohre schieben.

Konsole

SpannpratzeAusleger
  1. Konsole mit den Spannpratzen auf den Ausleger legen.
  2. Spannpratzen (4x) an den Ausleger schieben und festschrauben. 23 Nm.

Schützkasten montieren

Schützkasten
  1. Schützkasten auf die Konsole stecken.
  2. Schützkasten mit Rippschrauben M8x25 festschrauben. 23 Nm.

Anschlussleitungen anschließen

Anschlussleitungen mit Stecker:

Stecker

  1. Stecker am Schützkasten einstecken. Siehe Schaltplan.
  2. Verriegelung der Steckdosen einrasten.

Anschlussleitungen ohne Stecker:

KabelverschraubungRundleitung
  1. Falls nötig: Ausstanzung im Schützkasten ausbrechen.
  2. Kabelverschraubung montieren.
  3. Anschlussleitung in die Kabelverschraubung schieben.
  4. Kabelverschraubung so weit zusammenschrauben, bis die Leitung sicher und dicht fixiert ist.
  5. Anschlussleitungen im Schützkasten anschließen. Siehe Schaltplan.

Gehäuse für Sicherungen montieren

Bei einigen Schwenkkranen wird nun ein Gehäuse mit Sicherungen montiert. Ob dieses Gehäuse montiert werden muss, ergibt sich aus dem Lieferumfang.

In dem Gehäuse sind drei Sicherungen untergebracht, mit denen der Kran abgesichert ist.

Gehäuse montieren

SpannpratzenSenkrechtes Quadratrohr

AuslegerRohrschelle
  1. Waagerechtes Quadratrohr auf den Ausleger legen und so schieben, dass die Leitungswagen der Katzstromzuführung nicht gegen das Gehäuse stoßen.
  2. Waagerechtes Quadratrohr mit Spannpratzen (2x) auf dem Ausleger festschrauben. 23 Nm.
  3. Senkrechtes Quadratrohr mit Rohrschelle auf waagerechtes Quadratrohr schieben.
  4. Rohrschelle festschrauben. 23 Nm.

PlatteGehäuse

Gewindebügel
  1. Gewindebügel (2x) durch die Laschen am Gehäuse stecken.
  2. Gehäuse mit den Gewindebügeln von vorne auf das senkrechte Quadratrohr schieben.
  3. Platten von der Rückseite auf Gewindebügel stecken.
  4. Platten mit Rippmuttern M8 festschrauben. 23 Nm.

Gehäuse öffnen

Verschlussclips

Deckel
  1. Verschlussclips am Gehäuse an einer Seite aufdrücken.
  2. Deckel seitlich kippen.
  • Der Deckel löst sich an der anderen Seite beim Kippen selbstständig aus den Verschlussclips.

Anschlussleitungen in Gehäuse führen

Kabeldurchführung (als Zugentlastung)Anschlussleitung

KabelbinderKabeldurchführung (als Dichtung)
  1. Anschlussleitungen etwa 20 cm abmanteln.
  2. Anschlussleitung durch die passende Kabeldurchführung (Dichtung) schieben.

Im Gehäuse liegen passende Kabeldurchführungen für dünne und dicke Rundleitungen und Flachleitungen.

  1. Anschlussleitung durch die Kabeldurchführung (Zugentlastung) schieben und mit Kabelbinder befestigen.

Katzstromzuführung

Hauptstromzuführung
  1. Die Anschlussleitung mit den beiden Kabeldurchführungen in das Gehäuse schieben.
  • Die Hauptstromzuführung auf der Seite mit dem Sicherungshalter in das Gehäuse schieben.
  • Die Katzstromzuführung auf der Seite mit den Anschlussklemmen für Neutral- und Schutzleiter in das Gehäuse schieben.
  1. Die Gummilippen der Kabeldurchführung (Dichtung) so einschieben, dass sie innen und außen glatt am Gehäuse anliegen.
  2. Die Kabeldurchführung (Zugentlastung) wie auf dem Bild in das Gehäuse einschieben.

Sicherungen anschließen

Klemme für NeutralleiterKlemme für Schutzleiter

Sicherungstrenner
  1. Anschlussleitung von der Hauptstromzuführung an den Sicherungstrenner anschließen.
  2. Anschlussleitung zur Katzstromzuführung an den Sicherungstrenner anschließen.
  3. Beide Schutzleiter an die Klemme für den Schutzleiter anschließen.
  4. Falls nötig: Beide Neutralleiter an die Klemme für den Neutralleiter anschließen.

Gehäuse schließen

  1. Deckel gerade auf das Gehäuse setzen.

Den Deckel nicht zuerst an einer Seite einrasten und kippen.

  1. Deckel mit etwas Druck an allen vier Verschlussclips des Gehäuses einrasten.

Empfänger ABURemote montieren

Nur bei Funksteuerung ABURemote

Dieser Abschnitt gilt nur, wenn der Schwenkkran mit einer Funksteuerung ABURemote gesteuert wird.

Empfänger montieren

SpannpratzenSenkrechtes Quadratrohr

AuslegerRohrschelle
  1. Waagerechtes Quadratrohr auf den Ausleger legen und so schieben, dass die Leitungswagen der Katzstromzuführung nicht gegen das Gehäuse stoßen.
  2. Waagerechtes Quadratrohr mit Spannpratzen (2x) auf dem Ausleger festschrauben. 23 Nm.
  3. Senkrechtes Quadratrohr mit Rohrschelle auf waagerechtes Quadratrohr schieben.
  4. Rohrschelle festschrauben. 23 Nm.

PlatteEmpfänger

Gewindebügel
  1. Gewindebügel (2x) durch die Laschen am Empfänger stecken.
  2. Empfänger mit den Gewindebügeln von vorne auf das senkrechte Quadratrohr schieben.
  3. Platten von der Rückseite auf Gewindebügel stecken.
  4. Platten mit Rippmuttern M8 festschrauben. 23 Nm.

Anschlussleitungen anschließen

  1. Anschlussleitungen im Empfänger anschließen. Siehe Schaltplan.
  2. Anschlussleitung vom Empfänger am Quadratrohr entlang zur Steuerung legen.
  3. Anschlussleitung mit Kabelbindern befestigen.

Empfänger Micron montieren

Nur bei Funksteuerung Micron

Dieser Abschnitt gilt nur, wenn der Schwenkkran mit einer Funksteuerung Micron gesteuert wird.

Empfänger montieren

QuadratrohrSpannpratze

  1. Waagerechtes Quadratrohr auf den Ausleger legen und so schieben, dass die Leitungswagen der Katzstromzuführung nicht gegen den Empfänger stoßen.
  2. Waagerechtes Quadratrohr mit Spannpratzen festschrauben. 23 Nm.
  3. Quadratrohr mit Spannpratzen (2x) auf den Ausleger schrauben. 23 Nm.

Halterung HF/EFBefestigungsplatte

GewindebügelEmpfänger
  1. Halterung HF/EF an der schmalen Seite mit Rippschrauben M8x16 (2x) und Rippmuttern M8 an die Befestigungsplatte schrauben. 23 Nm.
  2. Gewindebügel (2x) mit Rippmuttern M8 (4x) an die Halterung HF/EF schrauben.
  3. Empfänger mit Schwingungsdämpfern an Befestigungsplatte schrauben. 23 Nm.
  4. Befestigungsplatte mit Empfänger auf das waagerechte Quadratrohr stecken und anschrauben. 23 Nm.

Anschlussleitungen anschließen

  1. Anschlussleitungen im Empfänger anschließen. Siehe Schaltplan.
  2. Anschlussleitung vom Empfänger am Quadratrohr entlang zur Steuerung legen.
  3. Anschlussleitung mit Kabelbindern befestigen.

Hupe/Leuchte montieren

An das Quadratrohr, mit dem der Empfänger befestigt ist, wird eine Hupe/Leuchte montiert. Die Meldeleuchte leuchtet, wenn der Sender am Empfänger eingeloggt ist. Mit der Hupe können Personen gewarnt werden, wenn der Kran gesteuert wird.

Nur bei Funksteuerung

Dieser Abschnitt gilt nur, wenn der Schwenkkran mit einer Funksteuerung gesteuert wird.

Hupe/Leuchte montieren

Die Hupe/Leuchte am waagerechten Quadratrohr auf dem Ausleger montieren. So ist sichergestellt, dass die Meldeleuchte nach oben über den Ausleger ragt und so von allen Seiten gesehen werden kann.

Halterung HF/EFHupe/Leuchte

Befestigungsplatte
  1. Hupe/Leuchte mit Zylinderschrauben M5x12 (2x) und Sechskantmutter M5 (2x) an Befestigungsplatte schrauben. 5 Nm.
  2. Befestigungsplatte mit Rippschrauben M8x16 (2x) und Rippmuttern M8 (2x) an die Halterung HF/EF schrauben. 23 Nm.
  3. Halterung HF/EF mit Gewindebügeln M8 (2x) an das waagerechte Quadratrohr auf dem Ausleger schrauben. 23 Nm.

Schwenkgetriebe an Schwenkwerk montieren

Nur bei Schwenkantrieb

Dieser Abschnitt gilt bei einem Schwenkantrieb in allen Baugrößen.

Das Bild zeigt die Montage an einem Schwenkwerk für einen Schwenkkran bis Baugröße 457. Die Montage an einem Schwenkwerk für einen Schwenkkran ab Baugröße 558 unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

Schwenkgetriebe an Schwenkwerk montieren

Das Schwenkgetriebe wird normalerweise so montiert, dass der Schwenkmotor in Richtung Katzstromzuführung zeigt. Bei Bedarf kann das Schwenkgetriebe auch in einer anderen Position (in 90-Grad-Schritten) am Schwenkwerk montiert werden.

SchwenkwerkSchwenkgetriebe

  1. Schwenkwerk auf die Oberseite legen.
  2. Falls nötig: Schutzdeckel vom Schwenkgetriebe entfernen.
  3. Schwenkgetriebe in Schwenkwerk stecken.
  4. Schwenkgetriebe mit Rippschrauben (4x) und Unterlegscheiben (4x) am Schwenkwerk festschrauben.

Baugröße

Rippschraube

Anzieh-Drehmoment

273

M8x20

25 Nm

323 - 457

M10x30

49 Nm

558 bis 762

M12x25

85 Nm

Schwenkwerk an Ausleger montieren

Jetzt wird das Schwenkwerk (bei Schwenkantrieb und Schwenken von Hand) an den Ausleger montiert.

Nur bei Baugröße 273, 323, 355, 406, 457

Dieser Abschnitt gilt nur bei Säulen mit einem Durchmesser von 273, 323, 355, 406 oder 457. Die Auslegerkonsole hat eine abgewinkelte Unterkante, an die das Schwenkwerk montiert wird.

Das Bild zeigt die Montage eines Schwenkwerks mit Schwenkantrieb. Die Montage eines Schwenkwerks ohne Schwenkantrieb unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

Schwenkantrieb an abgewinkelte Auslegerkonsole montieren

Obere Zylinderschrauben (2x)Seitliche Zylinderschrauben (4x)

SchwenkwerkAuslegerkonsole
  1. Schwenkwerk unter die Auslegerkonsole heben.
  2. Schwenkwerk mit Zylinderschrauben und Unterlegscheiben festschrauben.

Baugröße

Obere Zylinderschrauben (2x)

Anzieh-Drehmoment der oberen Zylinderschrauben

Seitliche Zylinderschrauben (4x)

Anzieh-Drehmoment der seitlichen Zylinderschrauben

273

M12x30

85 Nm

M10x30

49 Nm

323 - 457

M16x40

200 Nm

M12x30

85 Nm

Nur bei Baugröße 558, 660, 762

Dieser Abschnitt gilt nur bei Säulen mit einem Durchmesser von 558, 660 oder 762. Die Auslegerkonsole hat eine gerade Unterkante, an die das Schwenkwerk montiert wird.

Das Bild zeigt die Montage eines Schwenkwerks mit Schwenkantrieb. Die Montage eines Schwenkwerks ohne Schwenkantrieb unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

Schwenkantrieb an gerade Auslegerkonsole montieren

SicherungsmutterAchse der Druckrollen

Zylinderschraube mit UnterlegscheibeSechskantmutter mit Unterlegscheibe
  1. Schwenkwerk unter die Auslegerkonsole heben.
  2. Vorne: Schwenkwerk mit Zylinderschrauben und Unterlegscheiben festschrauben.
  3. Hinten: Die Achse der Druckrollen festschrauben: Unterlegscheibe aufstecken, Sechskantmutter aufschrauben, Sicherungsmutter aufschrauben.

Baugröße

Zylinderschrauben (vorne)

Anzieh-Drehmoment der Zylinderschrauben (vorne)

Sechskantmutter (hinten)

Anzieh-Drehmoment der Sechskantmutter (hinten)

558

M24x50

215 Nm

M30

500 Nm

660

M24x50

215 Nm

M30

500 Nm

762

M27x70

370 Nm

M36

870 Nm

Schwenkmotor an Schwenkwerk montieren

Nur bei Schwenkantrieb

Schwenkmotor an Schwenkgetriebe montieren

Schwenkwerk

RitzelSchwenkmotor
  1. Ritzel auf die Abtriebswelle des Schwenkmotors stecken.
  2. Ritzel mit Stiftschraube sichern.
  3. Schwenkmotor in Schwenkgetriebe stecken.
  4. Schwenkmotor mit Sechskantschrauben M6x20 (4x) festschrauben. 10 Nm.
  5. Anschließend die Rutschkupplung einstellen. Siehe „Nachlauf des Schwenkgetriebes einstellen“ „Nachlauf des Schwenkgetriebes einstellen“.

Schwenkantrieb anschließen

KabelhalterAnschlussleitung Schwenkantrieb
  1. Kabelhalter an der Auslegerkonsole aufdrücken.
  2. Anschlussleitung für den Schwenkantrieb an der Auslegerkonsole entlang verlegen.
  3. Anschlussleitung mit Kabelbindern an den Kabelhaltern befestigen.
  4. Kupplung der Anschlussleitung am Schwenkantrieb einstecken.
  5. Gehäusedeckel des Steckergehäuses am Schwenkantrieb schließen.

Katzfahrwerk und Kettenzug montieren

Je nach Ausführung des Krans wird jetzt ein Fahrwerk HF/EF als Katzfahrwerk mit einem Kettenzug als Hubwerk montiert und angeschlossen oder im folgenden Abschnitt ein Seilzug.

Nur bei Schwenkkran mit Kettenzug

Handfahrwerk HF oder Elektrofahrwerk EF montieren

Das Elektrofahrwerk EF muss so montiert werden, dass der Fahrantrieb auf der gegenüberliegenden Seite der Katzstromzuführung liegt.

  1. Fahrwerk vormontieren, Fahrwerk an Ausleger montieren, Katzstrommitnehmer montieren. Siehe Produkthandbuch ABUS-Fahrwerk.
  2. Nur bei Katzfahrgrenzschalter: Katzfahrgrenzschalter montieren. Siehe Produkthandbuch ABUS-Fahrwerk.

Kettenzug montieren und anschließen

In welche Richtung der Kettenzug montiert wird, ist in den Planungsunterlagen angegeben.

  1. Kettenzug montieren. Siehe Produkthandbuch ABUS-Kettenzug.
  2. Kettenzug anschließen. Siehe Produkthandbuch ABUS-Kettenzug.

Der Kettenzug wird mit einem oder zwei Bajonettsteckern an die Katzstromzuführung angeschlossen. Siehe Schaltplan.

Elektrofahrwerk EF anschließen

  1. Nur bei Katzfahrantrieb: Fahrantrieb anschließen. Siehe Produkthandbuch ABUS-Fahrwerk.

Der Katzfahrantrieb wird mit einer Anschlussleitung vom Kettenzug oder von der Katzstromzuführung angeschlossen. Siehe Schaltplan.

Seilzug montieren

Je nach Ausführung des Krans wird jetzt ein Seilzug als Katze montiert und angeschlossen oder im vorherigen Abschnitt ein Fahrwerk HF/EF mit Kettenzug.

Nur bei Schwenkkran mit Seilzug

Der Seilzug muss so montiert werden, dass die Fahrantriebe zur linken Seite des Auslegers (von der Säule aus gesehen) zeigen.

Seilzug aufschieben

Linke Seite vom Ausleger

KatzfahrantriebSeilzug
  1. Seilzug so drehen, dass die Fahrantriebe zur linken Seite des Auslegers zeigen.
  2. Arbeitssicherheitsbestimmungen beachten und Seilzug anheben.
  3. Seilzug von der Auslegerspitze aus auf den Ausleger schieben und mit den Laufrädern aufsetzen.

Katzstrommitnehmer montieren

MitnahmewagenWaagerechtes Quadratrohr

Senkrechtes Quadratrohr
  1. Senkrechtes Quadratrohr mit Rippschrauben M8 und Platte an Seilzug schrauben. 23 Nm.
  2. Waagerechtes Quadratrohr in Mitnahmewagen schieben.
  3. Waagerechtes Quadratrohr mit Rohrschelle an senkrechtes Quadratrohr schrauben. 23 Nm.

Katzfahrgrenzschalter montieren

LaufschieneSchaltnocken

SchaltnockenKreuzhebelschalter
  1. Falls nötig: Zusätzliche Laufschiene für die Schaltnocken am Laufschienenverband montieren.
  2. Kreuzhebelschalter auf dem Seilzug montieren.
  3. Anschlussleitung vom Kreuzhebelschalter in den Seilzug führen und anschließen.
  4. Schaltnocken in die Laufschiene schieben und festschrauben.

Klemmpuffer montieren

Jetzt werden an der Auslegerspitze und am Auslegeranfang Klemmpuffer montiert.

GummipufferSenkrechte Zylinderschraube M16

Waagerechte Zylinderschraube M12Klemmpuffer
  1. Klemmpuffer so drehen, dass die Gummipuffer in Richtung der Katze zeigen
  2. Klemmpuffer auf den unteren Flansch am Ausleger schieben.
  3. Senkrechte Zylinderschraube an einer Seite leicht anschrauben.
  4. Danach die andere senkrechte Zylinderschraube und die waagerechte Zylinderschraube leicht anschrauben.
  5. Klemmpuffer so ausrichten, dass beide Spannklauen bündig und parallel am Flansch anliegen.

Bei Klemmpuffer an der Auslegerspitze: Zusätzlich beachten, dass vom Ende des Klemmpuffers bis zur Auslegerspitze mindestens 5 mm Abstand sind.

  1. Senkrechte Zylinderschrauben M16 (2x) festschrauben. 120 Nm.
  2. Danach waagerechte Zylinderschraube M12 festschrauben. 80 Nm.
  3. Gummipuffer bis auf den Flansch nach unten drücken.

Abschlussplatte montieren

Rippschrauben

Abschlussplatte
  1. Abschlussplatte an die Auslegerspitze halten.
  2. Abschlussplatte mit Rippschrauben M10x25 (2x) festschrauben. 50 Nm.

Ausleger an die Säule montieren

Alle Einzelteile sind am Ausleger angebracht. Nun wird der Ausleger an die Säule montiert und angeschlossen.

Ausleger an die Säule montieren

Zapfen

SchwenkwerkDruckring
  1. Den vormontierten Ausleger an einem geeigneten Hebezeug (z. B. Gabelstapler, Kran, …) befestigen.

Er muss gegen Kippen und Wegrutschen gesichert sein.

  1. Die einzelnen Komponenten (z. B. Katze, verfahrbare Steuerung) am Ausleger befestigen. Sie dürfen nicht unkontrolliert wegrollen.
  2. Arbeitssicherheitsbestimmungen beachten und den Ausleger anheben.
  3. Ausleger mit dem Zapfen von oben in das Schwenklager einsetzen.
  4. Schwenkwerk mit den Druckrollen am Druckring abstützen.

Abhubsicherung in der Säule montieren

Auf den folgenden Bildern wird zum besseren Erkennen der Arbeitsschritte die Säule nur angedeutet.

Die Arbeitsschritte in der Säule werden durch das Handloch im oberen Bereich der Säule durchgeführt.

In der Säule:

BefestigungsteilRingplatte

ZapfenAnschlussleitung
  1. Anschlussleitung von oben durch das Loch im Ausleger in die Säule schieben.
  2. Zylinderschraube M8x25 lose in das Befestigungsteil schrauben.
  3. Ringplatte von unten auf den Zapfen schieben.
  4. Befestigungsteil seitlich auf den Zapfen schieben.
BefestigungsteilRingplatte
  1. Ringplatte und Befestigungsteil zusammenschrauben. Handfest festschrauben.

Schleifringkörper anschließen

Nur bei Stromzuführung mit mehr als 4 Adern

Dieser Arbeitsschritt gilt nur bei einer Stromzuführung mit mehr als vier Adern. Ansonsten diesen Abschnitt überspringen und nach diesem Abschnitt fortfahren.

  1. Achtpoligen Schleifringkörper anschließen.

Siehe Anleitung „Schleifringkörper 8-polig montieren“ (AN 120217)

Außerhalb der Säule:

Anschlussleitung

KabelschuheSchleifringkörper
  1. Anschlussleitung (vom Ausleger kommend) abisolieren und Kabelschuhe befestigen.
  2. Anschlussleitung von oben nach unten durch den Schleifringkörper führen und unten anschließen. Siehe Schaltplan.

In der Säule:

ZapfenHalterung

Schlitz
  1. Schleifringkörper auf den Zapfen am Ausleger schieben.
  2. Schleifringkörper so drehen, dass die Schraube der Halterung in den seitlichen Schlitz des Schleifringkörpers greift.

Stiftschrauben

Anschlussleitung vom Netzanschlussschalter
  1. Schleifringkörper mit Stiftschrauben am Zapfen festschrauben.
  2. Leitung vom Netzanschlussschalter abisolieren und Kabelschuhe befestigen.
  3. Leitung vom Netzanschlussschalter an den Schleifringkörper anschließen.

Siehe Schaltplan.

Stiftschraube

Anzieh-Drehmoment

M4x15

2,5 Nm

M6x16

7,9 Nm

KlebeschildAbdeckung
  1. Abdeckung in das Handloch an der Säule stecken.
  2. Klebeschild unterhalb der Abdeckung auf die Säule kleben.

Sicherungsblech am Schwenkwerk montieren

Jetzt wird das Sicherungsblech montiert oder eine der Varianten in den folgenden Abschnitten.

Nur bei Schwenkkran ohne Einstellbremse

ZylinderschraubenSicherungsblech

Schwenkwerk
  1. Sicherungsblech um den Druckring der Säule legen und auf das Schwenkwerk schieben.
  2. Sicherungsblech mit Zylinderschrauben festschrauben.

Baugröße

Anzahl

Zylinderschraube

Anzieh-Drehmoment

273

4x

M10x20

20 Nm

323 - 457

4x

M12x20

35 Nm

558 - 660

8x

M12x25

35 Nm

762

8x

M16x25

80 Nm

Einstellbremse montieren

Je nach Ausführung des Krans wird jetzt eine Einstellbremse montiert. Ggf. ist es erforderlich ein Schutzblech zu montieren.

Mit der Einstellbremse kann bei von Hand geschwenkten Kranen der Schwenkwiderstand eingestellt und der Kran festgestellt werden.

Nur bei Schwenkkran mit Einstellbremse

Die Bilder zeigen die Montage der Einstellbremse am Schwenkkran bis Baugröße 457. Die Montage an größeren Schwenkkranen unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

Gabel montieren

GabelZylinderschraube

Rollenkasten
  1. Gabel seitlich am Rollenkasten anschrauben.

Baugröße

Anzahl

Zylinderschraube

Anzieh-Drehmoment

273

4x

M10x20

20 Nm

323 - 457

4x

M12x20

35 Nm

558 - 660

8x

M12x25

35 Nm

762

8x

M16x25

80 Nm

Bremsband montieren

Zylinderschraube mit Federring

Bremsband
  1. Bremsband um den Druckring legen.
  2. Bremsband auf der gegenüberliegenden Seite vom Führungsstück am Rollenkasten anschrauben.

Baugröße

Anzahl

Zylinderschraube

Anzieh-Drehmoment

273

4x

M10x20

20 Nm

323 - 457

4x

M12x20

35 Nm

558 - 660

8x

M12x25

35 Nm

762

8x

M16x25

80 Nm

GabelFührungsstück

Zylinderschrauben
  1. Bremsband auf der Seite mit dem Führungsstück in die Gabel schieben.
  2. Von oben und unten mit Zylinderschrauben und Federringen handfest festschrauben.

Baugröße

Anzahl

Zylinderschraube

Anzieh-Drehmoment

273

2x

M10x20

45 Nm

323 - 558

2x

M12x25

70 Nm

Kette montieren

Haspelrad

Kette
  1. Kette durch das Haspelrad ziehen.
  2. Beide Kettenenden mit einem C-förmigen Kettenglied miteinander verbinden.

Schutzbleche montieren

Je nach Ausführung des Krans werden jetzt Schutzbleche montiert oder eine der Varianten in den vorherigen Abschnitten.

Hinweis

Ein Schutzblech kann auch bei einer Einstellbremse montiert werden, sofern diese im Arbeits- und Verkehrsbereich liegt. Der Arbeits- und Verkehrsbereich ist auf eine Höhe von 2,5 m, ab Hallenboden gemessen, definiert.

Nur bei Schwenkwerk im Arbeits- und Verkehrsbereich

Dieser Abschnitt gilt nur, wenn das Schwenkwerk so niedrig hängt, dass es sich im Arbeits- und Verkehrsbereich befindet.

Die Bilder zeigen die Montage der Schutzbleche am Sicherungsblech. Die Montage der Schutzbleche an der Einstellbremse unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

Schutzbleche montieren

  1. Unterkanten-Maß (UK) des Krans aus den Unterlagen entnehmen.

Bis zu dem in der Tabelle angegebenen UK-Maß sind die Schutzbleche nötig:

Baugröße

Schwenken von Hand

Schwenkantrieb

273

3500

3700

323

3700

3900

355

3700

3900

406

3800

4100

457

3800

4100

558

4200

4400

660

4200

4400

762

4700

5000

Schutzblech

Clipmuttern
  1. Clipmuttern M6 (4x) auf das Sicherungsblech stecken.
  2. Oberes Schutzblech aufstecken.

RippschraubeSchutzblech

  1. Unteres Schutzblech aufstecken.
  2. Schutzblech mit Rippschrauben M6x16 (4x) festschrauben. 19 Nm.

Steuerleitung und Hängetaster anschließen

Nur bei Hängetaster an der Katze
  1. Steuerleitung und Hängetaster am Kettenzug anschließen. Siehe Produkthandbuch Kettenzug.
Nur bei verfahrbarer Steuerung
BajonettsteckerSteckdose
  1. Bajonettstecker der Steuerleitung auf die Steckdose am Steuerwagen aufstecken. Durch eine Einkerbung passt der Bajonettstecker nur in einer Position.
  2. Bajonettmutter aufschieben und drehen.
  3. Bajonettkupplung der Steuerleitung am Hängetaster aufstecken.
  4. Bajonettmutter aufschieben und drehen.

Lackschäden ausbessern

  1. Lackschäden von Transport und Montage ausbessern.

Fahrtrichtungskennzeichen anbringen

Fahrtrichtungs­kennzeichen an der AuslegerspitzeFahrtrichtungs­kennzeichen mittig am Ausleger
  1. Fahrtrichtungskennzeichen für die Schwenkrichtung so drehen, dass der schwarze Pfeil (gelber Hintergrund) von der Säule aus gesehen nach rechts zeigt.

Die Schwenkrichtung des Schwenkkrans wird immer von der Säule aus gesehen, also so als ob der Kranführer mit dem Rücken an der Säule steht und auf die Auslegerspitze schaut.

  1. Fahrtrichtungskennzeichen unter den Flansch des Auslegers anheften:
  • Bei Ausleger bis 5 m: Fahrtrichtungskennzeichen für Katzfahren und Schwenken an der Auslegerspitze anbringen.
  • Bei Ausleger ab 5 m: Fahrtrichtungskennzeichen für Katzfahren und Schwenken an der Auslegerspitze und in der Mitte des Auslegers anbringen.
  1. Kran testweise an das Stromnetz anschließen.

Siehe „Allgemeines Produkthandbuch für ABUS-Krane“.

  1. Mit dem Hängetaster die Fahrtrichtung der Katze und die Schwenkrichtung des Schwenkantriebs testen.

Siehe „Allgemeines Produkthandbuch für ABUS-Krane“.

Schwenkanschläge montieren

Je nach Ausführung des Krans wird jetzt ein mechanischer Schwenkanschlag montiert, der den Schwenkbereich des Auslegers mechanisch einschränkt.

Hinweis

Beim Schwenkkran mit Stromzuführung von oben ist ein Schwenkanschlag zwingend notwendig, damit die Netzzuleitung nicht womöglich vom Ausleger abgerissen wird.

Nur bei Schwenkanschlägen an einem Schwenkkran mit zylindrischem Säulenkopf (Baugröße 273 bis 558)

Die Schwenkanschläge werden links und rechts vom Ausleger auf die Kopfplatte der Säule geschraubt. Die Kopfplatte hat dazu im Abstand von 15° Gewindebohrungen.

Schwenkbereich festlegen

Schwenkanschläge

Bau­größe

Schwenkbereich von

Schwenkbereich bis

VS273 und VS323

0°

240°

VS355 bis VS558

0°

255°

Schwenkbereich bei zwei Schwenkanschlägen im Raster von 15°

Schwenkanschlag

Ausleger

Baugröße

Schwenkbereich

Totbereich

VS273 und VS323

285°

75°

VS355 bis VS558

300°

60°

Schwenkbereich bei einem Schwenkanschlag im Raster von 15°

Einschränkungen:

  • VS273 und VS323: Der Schwenkbereich kann nicht zwischen 240° und 285° und nicht über 285° beschränkt werden.
  • VS355 bis VS558: Der Schwenkbereich kann nicht zwischen 255° und 300° und nicht über 300° beschränkt werden.

Schwenkanschläge montieren

KopfplatteSicherheitspuffer

RippschraubePuffersattel
  1. Sicherheitspuffer in den Puffersattel schrauben.
  2. Ausleger so weit schwenken, dass er einige Grad vor dem Ende des gewünschten Schwenkbereichs (z. B. vor dem Hindernis oder der Hallenwand) steht.
  3. Schwenkanschlag auf die bestmöglichst passenden Schraublöcher halten.
  4. Schwenkanschlag mit Rippschrauben (je 3x) festschrauben. 115 Nm.

Baugröße

Rippschrauben (3x)

VS273

M12x25

VS232 bis VS457

M12x30

VS558

M12x45

Nur bei Schwenkanschlägen an einem Schwenkkran mit konischem Säulenkopf (Baugröße 660 und 762)

Die Schwenkanschläge werden links und rechts seitlich an der Säule festgeschraubt.

Schwenkbereich festlegen

Ausleger

Schwenkanschlag

Bau­größe

Schwenkbereich von

Schwenkbereich bis

VS660

0°

270°

VS762

0°

240°

Stufenloser Schwenkbereich bei zwei Schwenkanschlägen

Schwenkanschlag

Baugröße

Schwenkbereich

Totbereich

VS660

290°

70°

VS762

280°

80°

Schwenkbereich bei einem Schwenkanschlag

Einschränkungen:

  • VS660: Der Schwenkbereich kann nicht zwischen 270° und 290° und nicht über 290° beschränkt werden.
  • VS762: Der Schwenkbereich kann nicht zwischen 240° und 280° und nicht über 280° beschränkt werden.

Position der Schwenkanschläge ermitteln

SicherheitspufferAuslegerkonsole

PuffersattelPufferplatte
  1. Sicherheitspuffer vorrübergehend (zum Positionieren) in den Puffersattel schrauben.
  2. Ausleger so weit schwenken, dass er einige Grad vor dem Ende des gewünschten Schwenkbereichs (z. B. vor dem Hindernis oder der Hallenwand) steht.
  3. Puffersattel in der Höhe der Pufferplatte an die Säule halten.
  4. An der Säule die Position des Puffersattels und die Position der Löcher markieren.

Schwenkanschläge montieren

PuffersattelZylinderschrauben

  1. An den markierten Stellen Löcher in die Säule bohren und Gewinde schneiden.

Die Löcher müssen dabei senkrecht in die Säule gebohrt werden. Sie dürfen nicht schräg in die Säule gebohrt werden.

Baugröße

Gewinde

Anzahl pro Puffersattel

VS660

M10

6x

VS762

M16

8x

  1. Sicherheitspuffer aus dem Puffersattel schrauben.
  2. Puffersattel mit Zylinderschrauben festschrauben.

Baugröße

Gewinde

Anzieh-Drehmoment

VS660

M10

50 Nm

VS762

M16

210 Nm

  1. Sicherheitspuffer wieder in den Puffersattel schrauben.

Elektrische Schwenkabschaltung anbringen

Je nach Ausführung des Krans wird jetzt eine elektrische Schwenkabschaltung montiert, die den Schwenkbereich des Krans elektrisch einschränkt.

Die elektrische Schwenkabschaltung besteht aus einem oder zwei Grenztastern, die an der Auslegerkonsole befestigt werden und biegbaren Kunststoff-Schaltnocken, die mit einem speziellen Verschlussband an der Säule positioniert werden.

Grenztaster zuordnen

Je nach Steuerung und Abschaltung (Vorabschaltung und/oder Endabschaltung) müssen unterschiedlich viele Grenztaster an unterschiedlichen Positionen eingebaut werden.

Nur bei Steuerung im Schützkasten oder Frequenzumrichter ABULiner

Bei Vorabschaltung:

Anschraubplatte (mit zwei Grenztastern), montiert links oder rechts an der Auslegerkonsole.

Abschaltung

Schwenkrichtung

Position Grenztaster

Vorabschaltung

Links

Oben

Vorabschaltung

Rechts

Unten

Bei Vorabschaltung und Endabschaltung:

Erste Anschraubplatte (mit zwei Grenztastern), montiert an der einen Seite an der Auslegerkonsole.

Abschaltung

Schwenkrichtung

Position Grenztaster

Endabschaltung

Links

Oben

Vorabschaltung

Links

Unten

Zweite Anschraubplatte (mit zwei Grenztastern), montiert an der anderen Seite an der Auslegerkonsole.

Abschaltung

Schwenkrichtung

Position Grenztaster

Endabschaltung

Rechts

Oben

Vorabschaltung

Rechts

Unten

Nur bei Elektronik-Steuerung im Elektro-Gehäuse

Bei Vorabschaltung:

Anschraubplatte (mit einem Grenztaster), montiert links oder rechts an der Auslegerkonsole.

Abschaltung

Schwenkrichtung

Position Grenztaster

Vorabschaltung

Links und rechts

Oben

Bei Vorabschaltung und Endabschaltung:

Erste Anschraubplatte (mit einem Grenztaster), montiert an der einen Seite an der Auslegerkonsole.

Abschaltung

Schwenkrichtung

Position Grenztaster

Vorabschaltung

Links und rechts

Unten

Endabschaltung

Links

Oben

Zweite Anschraubplatte (mit einem Grenztaster), montiert an der anderen Seite an der Auslegerkonsole.

Abschaltung

Schwenkrichtung

Position Grenztaster

Endabschaltung

Rechts

Oben

Nur bei Schwenkabschaltung an einem Schwenkkran mit zylindrischem Säulenkopf (Baugröße 273 bis 558)

Bohrlöcher in Auslegerkonsole bohren

a = Abstand Bohrlöcher zur Unterkanteb = Abstand Bohrlöcher

c = Abstand erstes Bohrloch zur Kanted = Breite Vierkant der Auslegerkonsole
  1. Gewindebohrungen M6 (2x) am Vierkant der Auslegerkonsole bohren.

Abstand Bohrlöcher zur Unterkante der Auslegerkonsole (a): 350 mm

Baugröße

Maß b [mm]

Maß c [mm]

Maß d [mm]

VS273

25

27,5

80

VS323

25

37,5

100

VS355

25

37,5

100

VS406

35

42,5

120

VS457

35

42,5

120

VS558

35

25

160

Grenztaster montieren

SäuleAuslegerkonsole

AnschraubplatteRippschrauben M6x20
  1. Anschraubplatte mit Rippschrauben M6x20 lose anschrauben.
Nur bei Schwenkabschaltung an einem Schwenkkran mit konischem Säulenkopf (Baugröße 660 und 762)

Grenztaster montieren

Senkrechter Gurt an der Auslegerkonsole

SäuleAnschraubplatte
  1. Anschraubplatte mit dem Klemmstück seitlich am Gurt der Auslegerkonsole anschrauben. 25 Nm.

Verschlussband und Schaltnocken anbringen

Die Bilder zeigen das Anbringen von Verschlussband und Schaltnocken an einem Schwenkkran mit zylindrischem Säulenkopf. Das Anbringen an einem Schwenkkran mit konischem Säulenkopf unterscheidet sich nicht wesentlich davon.

An jedem Schaltpunkt:

SchaltnockenGrenztaster für Endabschaltung

VerschlussbandGrenztaster für Vorabschaltung
  1. Säule im Bereich der Grenztaster gründlich reinigen.
  2. Ausleger so schwenken, dass er an der gewünschten Schaltposition für die Vorabschaltung oder Endabschaltung steht.
  3. Verschlussband (2x) mittig unter den Grenztastern auf die Säule kleben.

Die beiden Verschlussbänder sollten einen Abstand von etwa 77 mm zueinander haben.

Das Verschlussband für die Endabschaltung (oben) sollte einige Zentimeter in Schwenkrichtung versetzt aufgeklebt werden.

  1. Schaltnocken so auf das Verschlussband drücken, dass der Grenztaster am jeweiligen Schaltpunkt betätigt wird.
  2. Ablauf für alle Schaltpunkte wiederholen.

Grenztaster einstellen und festschrauben

AnschraubplatteRippschraube M6x20

  1. Anschraubplatte so verschieben, dass die Grenztaster sicher von den Schaltnocken betätigt werden.
  2. Rippschrauben M6x20 festschrauben. 13 Nm.

Grenztaster anschließen

  1. Anschlussleitungen vom Grenztaster zur Steuerung legen.
  2. Anschlussleitungen mit Klebeschellen an der Auslegerkonsole befestigen.
  3. Anschlussleitungen in die Steuerung führen und anschließen. Siehe Schaltplan.

Kran ausrichten, Säule festschrauben und untergießen

Das Ausrichten, das endgültige Festschrauben mit Anzieh-Drehmoment und das Untergießen sowie die Reihenfolge dieser Arbeitsschritte unterscheidet sich je nach Säulenbefestigung.

  1. Im Produkthandbuch der Säulenbefestigung fortfahren.
  2. Danach ist die Montage abgeschlossen.

Übersicht Anzieh-Drehmomente Schrauben

Netzanschlussschalter in der Säule

  • Zylinderschraube M5x20
  • 5 Nm

Netzanschlussschalter an der Wand

  • Schraube M5x30
  • 5 Nm

Spannpratzen

  • 23 Nm

Laufschienen montieren

  • Sechskantschrauben M6x12
  • 4 Nm

Endanschlag montieren

  • Sechskantschraube M8x20
  • 23 Nm

Schützkasten montieren

  • Rippschraube M8x25
  • 23 Nm

Schwenkgetriebe an Schwenkwerk montieren

Baugröße

Rippschraube

Anzieh-Drehmoment

273

M8x20

25 Nm

323 - 457

M10x30

49 Nm

558 bis 762

M12x25

85 Nm

Schwenkwerk an Ausleger montieren

Baugröße

Obere Zylinderschrauben (2x)

Anzieh-Drehmoment der oberen Zylinderschrauben

Seitliche Zylinderschrauben (4x)

Anzieh-Drehmoment der seitlichen Zylinderschrauben

273

M12x30

85 Nm

M10x30

49 Nm

323 - 457

M16x40

200 Nm

M12x30

85 Nm

Baugröße

Zylinderschrauben (vorne)

Anzieh-Drehmoment der Zylinderschrauben (vorne)

Sechskantmutter (hinten)

Anzieh-Drehmoment der Sechskantmutter (hinten)

558

M24x50

215 Nm

M30

500 Nm

660

M24x50

215 Nm

M30

500 Nm

762

M27x70

370 Nm

M36

870 Nm

Schwenkmotor an Schwenkgetriebe montieren

  • Sechskantschrauben M6x20
  • 4x
  • 10 Nm

Katzstrommitnehmer montieren

  • Rippschrauben M8
  • 23 Nm

Klemmpuffer montieren

  • Senkrechte Zylinderschraube M16
  • 2x
  • 120 Nm
  • waagerechte Zylinderschraube M12
  • 80 Nm.

Abschlussplatte montieren

  • Rippschrauben M10x25
  • 2x
  • 50 Nm.

Schleifringkörper anschließen

Stiftschraube

Anzieh-Drehmoment

M4x15

2,5 Nm

M6x16

7,9 Nm

Sicherungsblech am Schwenkwerk montieren

Nur bei Schwenkkran ohne Einstellbremse

Baugröße

Anzahl

Zylinderschraube

Anzieh-Drehmoment

273

4x

M10x20

20 Nm

323 - 457

4x

M12x20

35 Nm

558 - 660

8x

M12x25

35 Nm

762

8x

M16x25

80 Nm

Nur bei Schwenkkran mit Einstellbremse

Gabel montieren

Baugröße

Anzahl

Zylinderschraube

Anzieh-Drehmoment

273

4x

M10x20

20 Nm

323 - 457

4x

M12x20

35 Nm

558 - 660

8x

M12x25

35 Nm

762

8x

M16x25

80 Nm

Bremsband montieren

Baugröße

Anzahl

Zylinderschraube

Anzieh-Drehmoment

273

4x

M10x20

20 Nm

323 - 457

4x

M12x20

35 Nm

558 - 660

8x

M12x25

35 Nm

762

8x

M16x25

80 Nm

Baugröße

Anzahl

Zylinderschraube

Anzieh-Drehmoment

273

2x

M10x20

45 Nm

323 - 558

2x

M12x25

70 Nm

Schutzbleche montieren

  • Rippschrauben M6x16
  • 4x
  • 19 Nm.

Schwenkanschläge montieren

Nur bei Schwenkanschlägen an einem Schwenkkran mit zylindrischem Säulenkopf (Baugröße 273 bis 558)

Baugröße

Rippschrauben (3x)

Anzieh-Drehmoment

VS273

M12x25

115 Nm

VS232 bis VS457

M12x30

115 Nm

VS558

M12x45

115 Nm

Nur bei Schwenkanschlägen an einem Schwenkkran mit konischem Säulenkopf (Baugröße 660 und 762)

Baugröße

Zylinderschraube

Anzieh-Drehmoment

VS660

M10

50 Nm

VS762

M16

210 Nm

Prüfen

Betrifft jeden, der den Kran gemäß Arbeitssicherheitsbestimmungen prüft und abnimmt.

Der Schwenkkran muss regelmäßig geprüft werden, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Der Betreiber ist für diese wiederkehrende Prüfung verantwortlich.

Zuerst

Prüfabstände

Die wiederkehrende Prüfung findet mindestens einmal pro Jahr statt.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine häufigere wiederkehrende Prüfung nötig. Gründe sind:

  • Häufiges Arbeiten mit Nennlast.
  • Arbeit im Mehrschichtbetrieb.
  • Häufige Benutzung.
  • Staubige oder aggressive Umgebung.

Der Betreiber ist verantwortlich, die Voraussetzungen zu prüfen und die Prüfabstände festzulegen. ABUS steht bei Fragen gerne zur Verfügung.

Anforderungen an den Prüfer

Der Betreiber des Krans ist für die Auswahl und die richtige Qualifikation des Prüfers verantwortlich.

Beispiele für befähigte Personen:

  • Personen mit umfassender Kenntnis durch fachliche Ausbildung im Maschinenbau und in der Elektrik von Kranen.
  • Personen mit ausreichender Erfahrung in Betrieb, Montage und Wartung von Kranen.
  • Personen mit umfassender Kenntnis von entsprechenden Regeln der Technik, Richtlinien und Sicherheitsvorschriften, die im jeweiligen Land gelten.
  • Personen mit regelmäßiger Schulung durch ABUS.

Umfang der Prüfung

Die befähigte Person, die den Schwenkkran prüft, ist für den Umfang und die Art der Prüfung verantwortlich.

Übersicht: Schwenkkran prüfen

Neben den hier beschriebenen Punkten müssen auch alle Punkte geprüft werden, die in anderen mitgelieferten Produkthandbüchern beschrieben sind.

Die Entscheidung, ob der Schwenkkran in einem einwandfreien Zustand ist, liegt ausschließlich beim Prüfer. Werden Mängel festgestellt, müssen sie beseitigt werden. Der Prüfer entscheidet, ob der Schwenkkran danach erneut geprüft werden muss.

Werden durch die vor Ort geltenden Vorschriften weitere Prüfungen verlangt, diese ebenfalls durchführen.

Zusätzlich mindestens diese Punkte prüfen:

  1. Muttern und Sicherungsmuttern der Säulenbefestigung prüfen. Siehe „Sechskantmuttern und Sicherungsmuttern der Säulenbefestigung prüfen“.
  2. Bei Dübelplatte und Zwischenplatte: Befestigung des Säulenfußes prüfen. Siehe „Befestigung des Säulenfußes prüfen“.
  3. Klemmpuffer prüfen. Sie müssen in Ordnung sein und mit dem richtigen Anzieh-Drehmoment angezogen sein. Ansonsten Klemmpuffer austauschen oder festschrauben. Siehe „Klemmpuffer montieren“.
  4. Abhubsicherung in der Säule prüfen. Sie muss in Ordnung sein und mit dem richtigen Anzieh-Drehmoment angezogen sein. Ansonsten Abhubsicherung korrekt montieren. Siehe „Abhubsicherung in der Säule montieren“.
  5. Nachlauf des Schwenkgetriebes prüfen. Siehe „Nachlauf des Schwenkgetriebes prüfen“.
  6. Ausleger prüfen. Die Lauffläche des Katzfahrwerks darf nicht beschädigt oder stark verschlissen sein. Ansonsten Kontakt mit ABUS-Service aufnehmen. Siehe „ABUS-Service“.
  7. Rippen am Säulenfuß prüfen. Sie dürfen keine Risse haben oder sonst wie beschädigt sein. Ansonsten Kontakt mit ABUS-Service aufnehmen. Siehe „ABUS-Service“.
  8. Auslegerkonsole prüfen. Sie darf keine Risse haben oder sonst wie beschädigt sein. Ansonsten Kontakt mit ABUS-Service aufnehmen. Siehe „ABUS-Service“.

Sechskantmuttern und Sicherungsmuttern der Säulenbefestigung prüfen

Nur Bei Dübelplatte und Zwischenplatte auf Hallenboden und Zwischenplatte auf Hallendecke

Sicherungsmutter

Sechskantmutter
  1. Die Sechskantmuttern und Sicherungsmuttern an der Dübelplatte oder Zwischenplatte prüfen.
  2. Sie müssen vollständig vorhanden sein, unbeschädigt sein und mit dem richtigen Anzieh-Drehmoment angezogen sein.
  3. Ansonsten Sechskantmuttern und Sicherungsmuttern ersetzen und mit dem richtigen Anzieh-Drehmoment festschrauben. Siehe Produkthandbuch der Säulenbefestigung.
Nur Bei Ankerstangen und Idealanker

Sicherungsmutter

Sechskantmutter
  1. Die Sechskantmuttern und Sicherungsmuttern am Säulenfuß prüfen.
  2. Sie müssen vollständig vorhanden sein, unbeschädigt sein und mit dem richtigen Anzieh-Drehmoment angezogen sein.
  3. Ansonsten Sechskantmuttern und Sicherungsmuttern ersetzen und mit dem richtigen Anzieh-Drehmoment festschrauben. Siehe Produkthandbuch der Säulenbefestigung.

Befestigung des Säulenfußes prüfen

Nur Bei Dübelplatte und Zwischenplatte auf Hallenboden und Zwischenplatte auf Hallendecke
SäulenfußSechskantschraube
  1. Die Sechskantschrauben am Säulenfuß prüfen.
  2. Sie müssen vollständig vorhanden sein, unbeschädigt sein und mit dem richtigen Anzieh-Drehmoment angezogen sein.
  3. Ansonsten Sechskantschrauben ersetzen und mit dem richtigen Anzieh-Drehmoment festschrauben. Siehe Produkthandbuch der Säulenbefestigung.

Nachlauf des Schwenkgetriebes prüfen

Nur bei Schwenkantrieb
  1. Last an den Lasthaken hängen, die der maximalen Tragfähigkeit des Krans entspricht.
  2. Katze an die Auslegerspitze fahren.
  3. Kran schwenken, bis der Ausleger die maximale Schwenkgeschwindigkeit erreicht hat.
  4. Taster für Schwenken loslassen.
  1. Die Rutschkupplung im Schwenkgetriebe bremst den Ausleger ab.
  1. Der Ausleger muss so zum Stehen kommen, dass er rechtzeitig steht und keine Personen gefährdet werden.

Dies ist abhängig von den Gegebenheiten in der Halle und der Gefährdungsanalyse vor Ort.

  1. Bremst der Ausleger zu stark oder zu wenig, das Schwenkgetriebe einstellen. Siehe „Nachlauf des Schwenkgetriebes einstellen“.

Instand halten

Betrifft jeden, der den Kran instand hält, repariert oder umbaut.

Der Betreiber des Krans ist für die Auswahl und die richtige Qualifikation des Instandhaltungs-Personals verantwortlich.

Beispiele für befähigte Personen:

  • Personen mit umfassender Kenntnis durch fachliche Ausbildung im Maschinenbau und in der Elektrik von Kranen.
  • Personen mit ausreichender Erfahrung in Betrieb, Montage und Wartung von Kranen.
  • Personen mit umfassender Kenntnis von entsprechenden Regeln der Technik, Richtlinien und Sicherheitsvorschriften, die im jeweiligen Land gelten.
  • Personen mit regelmäßiger Schulung durch ABUS.

ABUS übernimmt keine Haftung für Schäden durch nicht sachgemäße und von nicht qualifizierten Personen durchgeführte Instandhaltungen.

ABUS empfiehlt, die Instandhaltung vom ABUS-Service ausführen zu lassen.

Nur Original ABUS-Ersatzteile verwenden. Ansonsten verfällt der Anspruch auf Gewährleistung.

Hinweise zur Sicherheit beim Instand halten

Folgende Sicherheitshinweise bei allen Instandhaltungs-Arbeiten am Schwenkkran beachten:

  • Netzanschlussschalter ausschalten. Schalter sichern, damit er nicht aus Versehen wieder eingeschaltet wird.
  • Netztrennstecker von der Steckdose am Kranschützkasten abziehen. Steckdose mit Vorhängeschloss sichern, damit der Netztrennstecker nicht aus Versehen wieder eingesteckt wird.
  • Geeignete Hubbühne und Absturzsicherung verwenden.
  • Arbeitsbereich um Hubbühne ausreichend absperren.
  • Personen im Umkreis über Instandhaltung informieren.
  • Arbeiten an der Kranelektrik nur durch ausgebildete Elektrofachkräfte!
  • Auch nach dem Drücken des Not-Halt-Tasters liegen hohe Spannungen in den Schützkästen an, die zum Tod führen können.

Nachlauf des Schwenkgetriebes einstellen

Nur bei Schwenkantrieb

Wenn der Ausleger zu stark nachläuft, zu langsam anläuft oder zu stark bremst, muss die Rutschkupplung am Schwenkgetriebe eingestellt werden.

Kontermutter

Sechskantschraube
  1. Kontermutter lösen.
  2. Sechskantschraube bis zu einer Umdrehung einschrauben oder ausschrauben, um den Nachlauf des Schwenkgetriebes einzustellen.

Die Einstellung mit der Sechskantschraube ist recht empfindlich. Daher die Sechskantschraube nur wenige Grad ausschrauben oder einschrauben und die Einstellung direkt prüfen.

  • Sechskantschraube einschrauben: Die Rutschkupplung läuft strammer. Der Schwenkkran läuft weniger weit nach, bleibt schneller stehen und läuft schneller an. Je strammer die Rutschkupplung eingestellt ist, desto mehr werden Schwenkantrieb, Kran und die Anschlusskonstruktion durch die Beschleunigung und das Abbremsen belastet.
  • Sechskantschraube ausschrauben: Die Rutschkupplung läuft weicher. Der Schwenkkran läuft stärker und weiter nach, braucht länger zum Stehenbleiben und braucht länger zum Anlaufen. Je weicher die Rutschkupplung eingestellt ist, desto weniger werden Schwenkantrieb, Kran und die Anschlusskonstruktion durch die Beschleunigung und das Abbremsen belastet.
  1. Kontermutter festschrauben.

Rutschkupplung am Schwenkgetriebe lösen

Nur bei Schwenkantrieb

Die Rutschkupplung am Schwenkgetriebe kann gelöst werden, um den Ausleger von Hand frei drehen zu können. Dies ist nötig, um den Schwenkkran ausrichten sowie von Hand drehen zu können, wenn z. B. der Strom ausgefallen ist oder der Schwenkmotor defekt ist.

Rutschkupplung lösen

Kontermutter

Sechskantschraube
  1. Kontermutter lösen.
  2. Genaue Position der Sechskantschraube am Schwenkgetriebe markieren.
  3. Sechskantschraube lösen.
  1. Der Ausleger kann jetzt frei gedreht werden.

Falls nötig, kann die Sechskantschraube auch komplett herausgeschraubt werden. Sie kann später ohne weiteres wieder eingeschraubt werden.

Rutschkupplung anziehen

Da die Einstellung der Rutschkupplung recht empfindlich ist, sollte die Sechskantschraube mit Hilfe der zuvor gemachten Markierung möglichst genau in die ursprüngliche Position geschraubt werden.

  1. Sechskantschraube mit Kontermutter bis zur Markierung einschrauben.
  2. Schwenkgetriebe einstellen. Siehe „Nachlauf des Schwenkgetriebes einstellen“.
  3. Kontermutter festschrauben.

Schmierstoffe

Hinweis:

Synthetische Schmierstoffe dürfen nicht mit mineralischen Schmierstoffen vermischt werden!

Zahnkränze an den Druckrollen

Schmierung vor Ort mit „Mehrzweckfett“, ABUS-Artikelnummer 101336.

Menge: Schmierstoff mit Pinsel satt auftragen.

Zahnkränze schmieren bei:

  • Montage und Demontage des Schwenkantriebs.
  • Generalüberholung.
  1. Regelmäßig prüfen, ob die Zahnkränze vollständig geschmiert sind und ob der Schmierstoff nicht verschmutzt ist.
  2. Ist der Schmierstoff verschmutzt: Zahnkränze reinigen und neu schmieren.

Getriebe im Schwenkantrieb

Schmierung ab Werk durch Schmierstoff mit der Normbezeichnung CLP PG DIN 51502

Menge bei Säulen-Durchmesser 273: 0,34 l
Menge bei Säulen-Durchmesser 323: 0,56 l
Menge bei Säulen-Durchmesser 355: 0,56 l
Menge bei Säulen-Durchmesser 406: 0,56 l
Menge bei Säulen-Durchmesser 457: 0,56 l
Menge bei Säulen-Durchmesser 558: 1,05 l
Menge bei Säulen-Durchmesser 660: 1,05 l
Menge bei Säulen-Durchmesser 762: 2,26 l

  1. Das Getriebe im Schwenkantrieb ist auf Lebenszeit geschmiert. Am Ende der Lebenszeit (bei einer Generalüberholung) entscheiden, ob der Schmierstoff ausgetauscht werden muss.

Schwenklager im Säulenkopf

Schmierung durch Mehrzweckfett ABUS-AN 101336.

Menge: 80 ml

  1. Fett bei der Montage vollständig in das Schwenklager geben.

ABUS-Service

Nur in Deutschland
  1. Falls bekannt, Produktnummer, Seriennummer und Kundennummer bereithalten.
  2. Die ABUS-Service-Zentrale anrufen:
  • Telefon: 02261-37-237
  1. Außerhalb der üblichen Geschäftszeiten eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.
  1. Der ABUS-Service ruft innerhalb kurzer Zeit zurück.
  1. Bei Bedarf die Problembeschreibung per Fax oder eMail senden:
  • Telefax: 02261-37-265
  • eMail: service@abus-kransysteme.de
Nur außerhalb von Deutschland
  1. Die ABUS-Niederlassung oder den Kran-Service-Partner vor Ort anrufen.

Über Kontaktdaten, Ansprechpartner und Erreichbarkeit informiert die ABUS-Niederlassung oder der Kran-Service-Partner vor Ort.